Selbstvertrauen und Motivation stärken

Lesen Brainfitness
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Kleinkinder sind zäh. Beim Laufen lernen plumpsen sie immer wieder auf den Hintern und stehen doch direkt wieder auf. Wann verlernen wir Erwachsenen diese Einstellung eigentlich? Damit Ihr Kind dies nicht so schnell verlernt: Stärken Sie so früh wie möglich das Selbstvertrauen und die Motivation Ihres Kindes.

Warum ist Selbstbewusstsein wichtig?

Selbstbewusste Kinder trauen sich mehr zu. Sie lassen sich durch Fehler nicht so schnell entmutigen, können sich besser durchsetzen und stehen zu sich selbst. Diese Eigenschaften reduzieren auch das Risiko später zum „Mobbing-Opfer“ zu werden. Selbstvertrauen ist also wichtig, um für Situationen aller Art gerüstet und gestärkt zu sein. Beginnen Sie, Ihr Kind schon in diesem Alter zu motivieren und sein Selbstvertrauen zu stärken.

Wie stärken Sie Ihr Kind?

1. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es alles erreichen kann und Fehler zum Lernen da sind

Die große Schwester fällt beim um die Ecke rennen nicht hin und der beste Freund aus der Kita stapelt einen höheren Turm aus Bauklötzen? Das kann ein Kleinkind schon mal frustrieren. Kleinkinder können ihre Emotionen aber noch nicht so gut formulieren wie z. B. Teenager. Deshalb ist es wichtig, dass Sie darauf achten, wie Ihr Kind sich fühlt, wenn es etwas nicht schafft. Stampft es auf, schmollt frustriert oder fängt es an zu weinen? Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es verstehen und ermutigen Sie es dann, indem Sie sagen: „Du kannst es NOCH nicht.“ Besprechen Sie danach gemeinsam ganz ruhig, was Ihrem Kind dabei noch schwerfällt und wie es ihm leichter fallen könnte. So signalisieren Sie, dass es alles lernen und erreichen kann, was es möchte und wirken dem Glaubenssatz „Das kann ich nicht“ entgegen. Denn dieser negative und allgemeine Satz ist ein absoluter Stopper und kann dazu führen, dass das Kind Neues gar nicht mehr ausprobieren möchte und sich insgesamt nichts zutraut.

2. Wertschätzen Sie die Meinung Ihres Kindes

Manche Eltern mögen denken: „Mein Kind hat noch keine eigene Meinung, es hat ja gerade erst Sprechen gelernt“. Der nächste Wutanfall des Kindes stellt diese Ansicht oft wieder in Frage. Egal wie klein Ihr Kind noch ist, zeigen Sie ihm, dass Sie seine Meinung hören und wertschätzen – auch oder gerade in Konfliktsituationen.

3. Spiegeln Sie Ihr eigenes Selbstbewusstsein

Kinder lernen von ihren Eltern. Sie übernehmen Verhaltensweisen und Gewohnheiten – aber auch das Selbstbild der Eltern färbt auf Kinder ab. Sie sind selbst sehr unsicher und trauen sich nicht, für sich selbst einzustehen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass ihr Kind sich ebenso verhalten wird. Halten Sie sich ab und zu den Spiegel selbst vor und nehmen Ihr eigenes Selbstvertrauen unter die Lupe. Fragen Sie sich dafür: Zeige ich anderen Menschen meine persönlichen Grenzen? Wechsle ich selbst schnell meine Meinung, wenn ich verunsichert bin oder stehe ich zu dem, was ich denke? Tue ich mir mit einer Antwort schwer, wenn mich jemand nach meinen positiven Eigenschaften und Stärken fragt?

4. Reduzieren Sie den Medienkonsum Ihres Kindes

Dieser Punkt wird mit steigendem Alter des Kindes immer wichtiger: Wenn das Kind vor dem Fernseher sitzt, setzt es sich in dieser Zeit nicht mit der realen Welt auseinander und kann keine Erfolgserlebnisse für sich verbuchen. Diese gibt es dagegen, wenn das Kind aktiv ist, Dinge mit anderen Kindern erlebt und immer wieder Neues ausprobiert. Achten Sie also auch bei der Auswahl der Freizeitaktivitäten darauf, dass das Kind immer wieder die Chance hat, Neues kennenzulernen und zu schaffen und dadurch selbstsicherer zu werden.

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