Kindliche Schlafprobleme: Gründe und Folgen

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Der nächtliche Schlaf gehört zu den wichtigsten Grundpfeilern für ein gesundes Leben. In diesen Stunden der Ruhe haben Körper und Geist die Zeit, sich von den Erlebnissen des Tages zu regenerieren.

Sie können sich vorstellen, dass die Ruhephase des Schlafes für einen kindlichen Körper, der sich noch im Aufbau befindet, umso wichtiger ist. Denn gesunder Schlaf unterstützt die Entwicklung des gesamten Körpersystems, des Gehirns und des Hormonhaushalts.

Daher brauchen Kinder auch mehr Schlaf als Erwachsene. Im Alter von 3-5 Jahren wird eine Schlafdauer von 10-13 Stunden empfohlen.

Auswirkungen des Schlafverhaltens auf das kindliche Wohlbefinden  

Auf körperlicher Ebene finden im Schlaf wichtige Reinigungsprozesse statt. Den Zellen steht genügend Energie zur Verfügung, sich wenn nötig zu erneuern und Heilungsprozesse der Muskeln, der Knochen und der Organe anzustoßen.  

Auch auf mentaler Ebene kann von einer gewissen Form der Reinigung gesprochen werden. All die Sinneserfahrungen und Informationen, die über den Tag hinweg aufgenommen werden, werden nun verarbeitet.  

Schlafmangel kann sowohl kurz- als auch langfristig vielfältige negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit (z. B. durch verringerte Konzentrationsfähigkeit) der Kinder haben. Sogar auf das Muskelwachstum hat schlechter Schlaf einen Einfluss, da im Schlaf das Hormon gebildet wird, das notwendig für das Knochenwachstum ist. 

Um Ihr Kind oder die Kinder in Ihrer Kita dabei zu unterstützen, wieder besser ein- und durchzuschlafen, sollten sie die Gründe für Schlafprobleme bei Kindern kennen und erkennen. So können sie präventiv Einfluss auf das kindliche Schlafverhalten nehmen und auch das Problem an der Wurzel anpacken, wenn bereits Schlafmangel oder schlechter Schlaf auftritt. 

Gründe für schlechten Schlaf bei Kindern 

Die Ursachen für schlechten Schlaf und Schlafmangel bei Kindern können sowohl organisch als auch emotional sein oder aus einem ungesunden Lebensstil und nicht optimalen Einflüssen auf die Sinnesreize entstehen.  

Organische Ursachen für Schlafprobleme betreffen häufig Probleme mit der Atmung (z. B. zu enge Luftwege). Das erkennen Sie zum Beispiel daran, dass das Kind schnarcht. Zwar stellt nicht jedes Schnarchen ein Problem dar, doch durch die blockierte Luftzufuhr kann es passieren, dass der Nachtschlaf permanent gestört wird. Aber auch ein Zahnwechsel, Wachstumsschübe, eine Krankheit, oder eine schlechte Ernährung können das Schlafverhalten beeinflussen.  

Wie auch bei Erwachsenen haben die Emotionen einen bedeutenden Einfluss auf den Körper. Fühlen wir uns vor dem Schlafen gehen zum Beispiel aufgeregt oder ängstlich, werden die verschiedensten Hormone ausgeschüttet, die es unserem Körper erschweren, runterzufahren. Da Kinder meist noch weniger Ressourcen haben, um mit den eigenen Emotionen umzugehen, brauchen sie hierbei Ihre Unterstützung.  

Bezüglich des Lebensstiles spielen die Ernährung und Bewegung im Alltag, der täglich erlebte Stress und der Medienkonsum eine maßgebliche Rolle. Ein ungesunder Lebensstil kann zu einer körperlichen und mentalen Dysbalance führen und ist somit häufig die Ursachen für Schlafprobleme bei Kindern.  

Zudem dürfen Einflüsse auf die Sinneswahrnehmung nicht außer Acht gelassen werden. Denn die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit, das Licht und die Geräusche vor dem zu Bett gehen und während des Schlafens haben einen essenziellen Einfluss auf die Qualität des Schlafes.  

Schlafstörungen bei Kindern

Dass ein Kind Schlafprobleme hat, können Sie nicht nur am Schlafverhalten, wie Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen, erkennen. Wenn ein Kind zu lange oder qualitativ nicht gut schläft, zeigt sich das auch tagsüber durch Schläfrigkeit, verminderte Konzentration und möglicherweise sogar durch unkontrollierte Bewegungen. Zudem sind womöglich auch Verhaltensauffälligkeiten zu beobachten, wie Aggressivität oder Hyperaktivität. 

Falls Sie die Ursache nicht finden und sie dadurch nicht verändern können oder die Signale auf eine schwerwiegendere Schlafstörung hinweisen, wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt und lassen Sie sich diesbezüglich professionell beraten. Eine gewisse Störung des Nachtschlafes ist normal. Aber wenn es den Alltag und die Lebensqualität der Familie und vor Allem die Gesundheit des Kindes gefährdet, ist es an der Zeit sich ärztlichen Rat einzuholen.  

Nun sind Sie an der Reihe 

  • Überprüfen Sie, ob und warum Ihr Kind oder die Kinder in Ihrer Kita nicht ausreichend guten Schlaf bekommen.
  • Sehen Sie sich die Gründe an und überlegen Sie sich, was Sie dagegen tun können.
  • Wenn Sie die Gründe nicht erkennen können oder Sie sie nicht beheben können, dann holen Sie sich ärztlichen Rat ein.  

Werden Sie aktiv, wenn Sie Schlafprobleme bei Kindern erkennen. Denn langfristig können Sie ihnen dadurch dabei helfen, sich gesund zu entwickeln und sich wohl im Alltag zu fühlen.

 

Fotoquelle: iStock.com/romrodinka

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