Brot: Ist dunkles gesünder als helles?

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Je dunkler die Farbe des Brotes, desto gesünder ist es auch. Diese Aussage haben Sie sicherlich auch schon einmal gehört. Doch ist das tatsächlich so? Was genau sagt die Optik aus und wie können Sie sicher gehen, dass Ihr Brot nicht nur lecker, sondern auch gesund ist?

Gesunde Optik

Je dunkler die Farbe, desto gesünder das Brot. Ganz so einfach ist es leider nicht. Ob ein Brot gesund ist oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, wie hoch der Vollkornanteil ist. Das zeigen auch zahlreiche Studien (z.B. Aune et al., 2016): Je höher der Vollkornanteil, desto gesünder ist das Brot.

Das wiederherum wissen auch die Hersteller. Und da leckeres und vermeintlich gesundes Brot bei den Kunden gut ankommt, helfen einige Hersteller nach, dem Brot eine gesunde Optik zu verleihen. Aber wie machen sie das? Brote mit geringem Vollkornanteil werden mit bestimmten Zutaten dunkel gefärbt, damit sie gesünder aussehen.

Ein Blick auf die Zutatenliste hilft

Um zu erkennen, ob es sich um ein Vollkornbrot oder ein dunkel gefärbtes Brot handelt, lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste: Malzextrakt oder Karamellsirup dienen ausschließlich der dunkleren Optik. Entdecken Sie diese Zutaten auf der Liste, können Sie also davon ausgehen, dass das Brot gesünder aussehen soll als es tatsächlich ist.

Wie Sie sehen, das gesunde Brot muss nicht zwangsweise das dunkelste sein. Zur Orientierung hilft: Nur Brot, welches zu mindestens 90 Prozent aus Vollkornmehl oder -schrot besteht, darf auch als Vollkornbrot bezeichnet werden (BMEL, 2005).

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