Balkonien statt Balearen: Familienferien zu Hause gestalten

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Die Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie haben vielleicht auch in Ihrer Familie die Urlaubsträume vernichtet – und jetzt ist Baggersee angesagt statt Fernreise. Eine Planungshilfe für Familienferien zu Hause.

Nach langen Wochen im Lockdown hören sich die Aussichten auf einen Sommer in den eigenen vier Wänden für viele Eltern eher erschreckend als erfreulich an. Dabei wäre ein bisschen Erholung nach der Kita-Schließung wirklich nötig. Doch keine Sorge: Mit ein bisschen Planung kann auch der Urlaub zu Hause richtig Spaß machen.

To-Do-Liste für die Ferien „a la casa“:

  • Vorfreude genießen. Der berühmte Urlaubseffekt setzt nicht erst mit dem ersten Ferientag ein, sondern deutlich früher. Anstatt den einstigen Plänen hinterher zu trauern: Gönnen Sie sich – trotz Corona – die Vorfreude auf die freie Zeit mit der Familie – auf die Zeit mit Ausschlafen, heißen Sonnentagen und lauen Sommernächten.
  • Ferien neu definieren. Sprechen Sie in der Familie darüber, was Urlaub für jeden Einzelnen zu einer besonderen Zeit macht. Oft sind ja Dinge ausschlaggebend, die unabhängig vom Ort funktionieren: Zeit miteinander zu verbringen, spät zu frühstücken, baden zu gehen, viel in der Natur zu sein, Neues zu entdecken, etc. . Auch die Kleinsten haben oft schon genaue Vorstellungen von Urlaub.
  • Einen Plan haben. Das, was Urlaub für Sie und Ihre Familie ausmacht, ist nun Basis für die Ferienplanung daheim: Was lässt sich davon zu Hause umsetzen? Frühstücken kann man auf dem Balkon, im Park oder im Garten. Baden kann man im Baggersee oder auch im Planschbecken. Natur? Gibt es auch im nahen Umland ausreichend. Und Neues lässt sich selbst im Altbekannten entdecken.
  • Tourist in der eigenen Heimat sein. Welches der touristischen Highlights Ihrer Gegend kennen Sie tatsächlich? Legen Sie sich einen Reiseführer für Daheim zu, unternehmen Sie einen Stadtrundgang oder eine Themen-Führung. Fragen Sie andere Einheimische nach ihren Geheimtipps.
  • Außer Haus schlafen. Tapetenwechsel gehört gerade für Kinder zum Urlaub dazu. Ziehen Sie mit den Kindern für ein paar Tage ins Zelt im Garten oder übernachten Sie mit ihnen – eng zusammengekuschelt – auf dem Balkon. Eine Nacht unter dem sommerlichen Sternenhimmel ist immer ein ganz besonderes Erlebnis.
  • Dahintreiben. Planen Sie unbedingt auch „Treibholz-Tage“ ein – Tage, an denen Sie einfach loslaufen und sich treiben lassen durch Ihren Heimatort oder Ihre Stadt. An jeder Kreuzung darf ein anderes Familienmitglied entscheiden, wo es lang geht. Und in jeder Straße ist einer der Reiseführer und macht alle anderen auf das aufmerksam, was ihm auffällt.
  • Urlaubsgefühl zelebrieren. Legen Sie gemeinsam mit den Kindern ein Reisetagebuch an, machen Sie Fotos, posten Sie Ihre Erlebnisse und schreiben Sie Postkarten an die „Daheimgebliebenen“. Sammeln Sie Souvenirs und basteln Sie mit den Kindern kleine Mitbringsel, etwa für Oma und Opa. All das stärkt das Urlaubsgefühl ungemein.

Wichtig ist beim Urlaub daheim vor allem eins: Die Tage nicht einfach verstreichen zu lassen oder gar Liegengebliebenes zu erledigen wie den Keller auszumisten. Sondern sich Zeit zu nehmen füreinander, für neue Eindrücke und Unternehmungen. Mikroabenteuer statt Makrokosmos – denn es kommt nicht auf die Anzahl der Kilometer an, die man zum Urlaubsort zurücklegt, sondern darauf, was man aus der Zeit macht.

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